Rotwein macht jung und Lust auf Sex – stimmt das?

Rotwein macht jung und Lust auf Sex – stimmt das?

Rotwein macht jung und Lust auf Sex – stimmt das?

Ein Glas Wein nach einem langen Arbeitstag beruhigt die Nerven und hält gesund – das wusste schon der griechische Arzt und Philosoph Hippokrates. Wissenschaftliche Studien konnten nachweisen, dass ein (moderater) Weingenuss Herz- und Hirninfarkten vorbeugen kann, denn die enthaltenen Antioxidantien schützen die Gefäße effektiv vor freien Radikalen. (Wichtig: die Rede ist hierbei von hochwertigen Rotweinen, z.B. Bodega Matsu Weine aus Spanien.) 

Doch nicht nur das: laut aktueller Studien soll uns Wein außerdem nicht nur gesund, sondern auch optisch jung und fit halten und gleichzeitig die Lust auf Sex steigern. Grund genug, um den Korkenzieher zu zücken – oder?

Viel Rotwein hält die Muskeln jung

In den britischen Medien ging zuletzt eine Studie mit dem Titel „Wein stoppt den Alterungsprozess“ viral. In dieser konnten US-amerikanische Forscher in einer Untersuchung an Mäusen nachweisen, dass der in Rotwein enthaltene Stoff Resveratrol dazu beiträgt, die Alterung der Muskeln zu verlangsamen.  

In der Studie wurden die Mäuse nach ihrem ersten Lebensjahr mit 400 mg Resveratrol je Kilo Körpergewicht gefüttert. Ein Jahr später hatte sich der Alterungsprozess der Muskeln bei den zweijährigen Mäusen im Vergleich zur Kontrollgruppe deutlich verlangsamt. Resveratrol hält laut der Studie die Muskeln jung, indem es die neuromuskulären Übergänge positiv beeinflusst. Klingt, als hätten die US-Forscher endlich einen wirksamen Jungbrunnen gefunden.

Vielleicht doch lieber Sport?

Die Studie erregte so viel Aufmerksamkeit, dass sich das britische Gesundheitsamt zur Stellungnahme gezwungen sah und das Ganze einmal nachrechnete: Resveratrol ist zwar in Rotwein enthalten – allerdings in eher geringen Mengen zwischen 0,2 und 12,6 mg je Liter. Um auf die Mengen zu kommen, die in der Studie verabreicht wurden, müsste eine erwachsene Frau mit einem Körpergewicht von 70 Kilogramm also 28 Gramm Resveratrol am Tag zu sich nehmen. Dazu müsste sie etwas mehr als 2.000 Liter Rotwein täglich trinken, also 2.666 Flaschen. Männer dürfen gleich noch ein paar Flaschen mehr ansetzen.

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Da diese Menge für jeden außer vielleicht Dionysus ohne Alkoholvergiftung kaum machbar ist, empfehlen die Beamten des britischen Gesundheitsamtes, sich lieber auf die zweite gute Nachricht der Studie zu konzentrieren: Resveratrol hat zwar eine positive Wirkung auf Alterungsprozesse – die kann jedoch nur knapp mit den nachgewiesen positiven Effekten von Sport und gesunder Ernährung mithalten. 

Statt das edle Getränk literweise zu kippen, empfiehlt es sich also eher, eine Runde an der frischen Luft zu gehen und danach in Ruhe ein Glas zu genießen, am besten zu einem gesunden Abendessen. Denn das hilft nicht nur der Gesundheit auf die Sprünge – sondern auch der Libido.

Rotwein steigert die Lust auf Sex

Es ist nun kein Geheimnis, dass wir nach zwei bis drei Gläsern Wein…sagen wir mal…etwas lockerer werden. Was jedoch die wenigsten wissen ist, dass es mittlerweile sogar wissenschaftlich bewiesen ist, dass der luxuriöse Traubensaft bei Frauen den Wunsch nach körperlicher Nähe steigert. Vor ein paar Jahren rekrutierten italienische Forscher der Universität Florenz 798 Frauen im Alter zwischen 18 und 50 Jahren, um die Auswirkungen des italienischen Lieblingsgetränks auf die Libido zu untersuchen. Die Studie, über die unter anderem im Journal of Sexual Medicine berichtet wurde, zeigte, dass das sexuelle Verlangen durch den Konsum von ein bis zwei Gläsern täglich nachweislich gesteigert wurde. Die Wissenschaftler vermuteten, dass dies an durchblutungsanregenden Stoffen wie Polyphenol liegt, die im Rotwein enthalten sind und die sexuelle Funktion erogener Zonen durch eine erhöhte Durchblutung verbessert. 

Und auch die Herren der Schöpfung können sich über positive Effekte des Weintrinkens freuen, denn Rotwein enthält unter anderem das Antioxidans Quercetin, dass Entzündungsprozessen im Körper entgegenwirkt, welche die männliche Potenz negativ beeinflussen können. Darüber hinaus stimuliert das im Wein enthaltene Ethanol den Hypothalamus – den Teil unseres Gehirns, der unter anderem für die Ausschüttung von Sexhormonen verantwortlich ist. 

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Allerdings wird die positive Wirkung des roten Liebestranks nach mehr als zwei Gläsern täglich von den negativen Effekten des Alkohols überschattet. Damit der romantische Abend auch romantisch bleibt, sollte also verantwortungsbewusst getrunken werden. Schließlich ist Sex ja auch schöner, wenn man sich am nächsten Morgen noch dran erinnern kann.