Die richtige Bekleidung für den Herbst & Winter-Urlaub an der Nordsee

Die richtige Bekleidung für den Herbst & Winter-Urlaub an der Nordsee

Der Friesennerz – es gibt kein schlechtes Wetter , nur die falsche Bekleidung

Es ist klar, was man für einen Sommerurlaub an der See einpackt und anziehen möchte – mit etwas Wunschdenken, dass es nicht zu viel regnet. Aber was ist mit Winter? Die Nordsee kann überraschend attraktiv im Winterhalbjahr sein, für Kenner. Mit der richtigen Bekleidung, versteht sich.

Unterwegs trocken und warm bleiben ist das Ziel

Was macht nun Herbst und Winter an der Nordsee aus? Viel Wind, auch mal Sturm. Und natürlich die Temperaturen der Jahreszeit, die ein Bad im Meer eher eine Sache für abgehärtete Naturburschen erscheinen lassen. Du willst es vor allem warm und trocken haben, wenn du bei Wind und Regen über die Dünen oder durchs Watt stapfst. Das kannst du haben. Du musst dich nur richtig anziehen. Die Naturgewalten und die Weite der See kann dann richtig von deiner Seele aufgesogen werden, ohne dass du dich über Nässe, Frösteln oder gar eine eingefangene Erkältung ärgern müsstest. Wer weiß, wozu die großartigen Eindrücke dich dann inspirieren werden, ohne dass du durch vermeidbare Beschwerden abgelenkt wirst. Baden kannst du natürlich auch noch in der kühlen, stürmischen Zeit. Nur wirst du dafür das nächste Hallenbad vorziehen wollen.

Der Wind macht den Unterschied

Die gute Nachricht ist, es ist an der Nordsee nicht wirklich kälter als in anderen Teilen Deutschlands im Herbst oder Winter. Was aber den merklichen Unterschied macht, ist der Seewind. Der kann dir wirklich das Thermometer gefühlt in den Keller treiben, obwohl es eigentlich so kalt gar nicht ist. Also muss deine clever angepasste Urlaubskleidung für die Nordsee zur Herbstsaison und über die Wintermonate vor allem gegen schneidenden Wind und Nässe wirken. Und eine gute Kopfbedeckung ist wichtig. Sie sollte sowohl wärmen als auch Nässeschutz bieten. Da denkst du zuerst an einen breitkrempigen Hut, aber der bietet wiederum dem Wind so viel Fläche, dass die Gefahr besteht, dass er dir bei jeder Böe vom Kopf geweht wird. Solch ein Hut sollte dann besser einen Kinnriemen haben, damit du ihn festbinden kannst. Imprägnierte Filzhüte überstehen Regenschauer, besser dagegen sind aber Lederhüte. Wenn du weniger die Nässe fürchtest, als vielmehr die Kälte, ist eine dicke Wollmütze die beste Idee. Die kann dazu die Ohren abdecken. Das Kälteempfinden hat nämlich viel damit zu tun, wie es unseren Ohren geht.

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Die ikonische Regenjacke – nicht mal unbedingt gelb

Und nun kommen wir endlich auf den berühmten Friesennerz zu sprechen. Der kann übrigens auch eine Kapuze haben – womit wir vielleicht weniger die Ohren geschützt wissen, aber doch einen hochklappbaren Regenschutz mittragen, für den man dankbare Stoßgebete gen Sturmhimmel schicken möchte. Deine Unterwäsche hingegen sollte nicht zu dick sein, denn in deinen Spaziergängen am Ufer bist du körperlich aktiv und darfst dich nicht zu dick verpacken. Das einsetzende Schwitzen müsste lästig werden. Besser ist es, mit mehreren dünnen Schichten flexibel zu bleiben. Das nennt man das Zwiebelprinzip. Ist das Wetter dann mal beim nächsten Spaziergang besser, kannst du eine Lage weglassen und bist immer noch angemessen gekleidet. Also beispielsweise den Unterziehrolli. Und ganz oben trägst du gefüttert oder ungefüttert standesgemäß deinen Friesennerz. Hat der ein einknöpfbares Futter, um so besser für die Anpassungsoptionen. Allein gegen Sturmregen reicht aber die Gummihaut, die ihn so berühmt macht. In dieser Hinsicht besteht keinerlei Unterschied zwischen einer Regenjacke für Damen und einer für Herren.

Gummiert ist immer gut – auch an den Füßen

Als Vollprofi für den Urlaub in Herbst und Winter an der Nordsee kannst du dich betrachten, wenn deine Anpassungsfähigkeit an das wirklich unbeständige Wetter weit entwickelt ist. Das zeigst du, indem du nicht nur beim Aufbruch eine Auswahl triffst, sondern sogar unterwegs umdisponieren kannst. Der Friesennerz selbst muss nicht bananengelb sein, wie man ihn sich immer vorstellt. Es gibt ihn in vielen Farben und Ausstattungsdetails. Gut ist, wenn er Kordeln besitzt, um sowohl an Taille als auch am Hals einschnüren zu können. Dann dringt der Wind und damit das Sprühwasser weniger in die nächste, darunterliegende Kleidungsschicht ein. Patten über den Außentaschen verhindern ähnliches Malheur. Vergiss auch nicht dein Schuhwerk. Gummistiefel sind einfach die beste Wahl, um nasse Füße zu behalten. Darinnen kannst du gern dicke Wollstrümpfe benutzen. Andere Schuhe mögen eleganter aussehen, sind aber weniger leicht zu reinigen nach dem Ausflug.

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Zu guter Letzt eine Begriffsklärung

Und falls du dich immer noch fragst, was der Friesennerz eigentlich ist und woher er kommt: Er geht auf die Öljacke zurück, die ein Däne in Hörve 1965 erfand: jedoch nicht mehr aus geölter Baumwolle, sondern mit einer absolut wasserdichten PVC- und Viskosehaut. Streng genommen ist der Friesennerz, so die ironische Bezeichnung, also gar nicht friesisch, sondern ein dänischer Import.