Wissen: Eierstockentzündung und Eileiterentzündung

Wissen: Eierstockentzündung und Eileiterentzündung

Wissen: Eierstockentzündung und Eileiterentzündung

Die Eileiterentzündung und Eierstockentzündung, auch Adnexitis genannt, wird durch plötzliche Unterbauchschmerzen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Blutungen außerhalb der Regel und Fieber sowie Probleme beim Wasserlassen und Stuhlgang ausgelöst. Der Ausfluss der Scheide wird zudem eitrig und riecht unangenehm. In der Regel wird die Entzündung mit Antibiotika erfolgreich behandelt. Ein Kondom kann einer Adnexitis vorbeugen.

Findet keine frühzeitige Therapie statt, ist es möglich, dass es zu einer Unfruchtbarkeit führen kann. Treten o.g. Symptome mit einem Krankheitsgefühl auf, sollte sogleich der Gynäkologe aufgesucht werden. Gerne erkranken junge und sexuell aktive Frauen bis in die mittleren 20er Jahre an einer Eileiterentzündung bzw. Eierstockentzündung. Viele Partnerwechsel erhöhen das Risiko. Kritisch ist, dass viele Frauen die Symptome nicht bemerken.

Die typischen Anzeichen einer Adnexitis

Typische Anzeichen einer Eileiterentzündung und Eierstockentzündung treten nach der Monatsblutung oder zur Zyklusmitte auf. Die Krankheitserreger gelangen leichter zu den Eileitern.

Können sich die Eierstöcke eigentlich entzünden?

Entzünden sich die Eileiter, dann wird von einer Salpingitis gesprochen. Sind lediglich die Eierstöcke entzündet, dann handelt es sich um eine Oophoritis. In der Regel sind bei einer Entzündung zumeist Eileiter und Eierstöcke betroffen. Bakterielle Infektionen sind meist die Ursache der Adnexitis. Es ist fast immer davon auszugehen, dass Chlamydien die Ursache bilden. Seltener sind es die Gonokokken oder eine Mischinfektion verschiedenster Bakterien.

Wie ist es möglich eine Eileiterentzündung zu bekommen?

Durch die Entstehung einer Entzündung kann eine Eileiterentzündung entstehen. 70 Prozent der Entzündungen werden durch Bakterien wie Gonokokken und Chlamydien ausgelöst. Diese können beim ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen werden. Über die Scheide verbreiten sich die Bakterien durch die Gebärmutter bis zu den Eierstücken. Selten ist es der Fall, dass sich die Entzündung von anderen Organen im Bauch ausbreitet.

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Wie fühlt sich eine Eileiterentzündung überhaupt an?

Die Beschwerden bei der Adnexitis sind unterschiedlich. Es kann sein, dass die Entzündung unbemerkt bleibt. In anderen Fällen kann sie lebensgefährlich sein. Es ist wichtig, frühzeitig den Gynäkologen aufzusuchen. Sobald Schmerzen im Unterbauch auftauchen, gerne einseitig, dann sollte der Arzt kontaktiert werden. Ein Einsprung kann einseitig genauso Schmerzen verursachen. Eine Frau kennt ihren Körper in der Regel gut und weiß dies zu unterscheiden. Jedoch lieber einmal mit einem Fehlalarm zum Arzt gegangen zu sein, als überhaupt nicht. In der Regel kommen weitere Symptome hinzu.

Zu den Symptomen gehören ausstrahlende Schmerzen, Fieberschübe, Übelkeit und Erbrechen sowie ein starkes Krankheitsgefühl. Scheidenausfluss ist genauso möglich, welcher eitrig sein kann und nicht gut riecht.

Wie beginnt eine Eierstockentzündung eigentlich?

Da sich die Entzündung nicht immer mit Schmerzen bemerkbar macht, sollte auf Krankheitssymptome geachtet werden. Kommen mehrere Faktoren wie Fieber und Unwohlsein mit einseitigen Bauchschmerzen zusammen, so wird es Zeit einen Gynäkologen aufzusuchen. Damit ein schneller Termin stattfinden kann, sollte der Verdacht schon am Telefon geäußert werden.

Wo liegen die Schmerzen bei einer Eierstockentzündung genau ?

Die Schmerzen liegen zumeist auf einer Seite des Unterbauches. Sie können im Laufe des Verlaufes über den gesamten Bauchraum ausstrahlen, sodass es dann nicht mehr so leicht zu identifizieren ist, woher der Schmerz rührt.

Welche Medikamente werden bei einer Eierstockentzündung verschrieben?

Der Arzt wird ein Antibiotika verschreiben. Dies kann bspw. Cefadroxil oder Doxycyclin in Tablettenform sein. Ist der Zustand kritischer, kann eine Infusion gelegt werden. Wirkt das Antibiotikum nicht, gibt es die Möglichkeit Gyrasehemmer wie Tarvid oder Ofloxazin einzusetzen. Metronidazol wie Clont hat sich ebenso bewährt. Die Behandlungsdauer beträgt mindestens 10 Tage. Zudem können Analgetika gegen Schmerzen gegeben werden. Stündliche Kältewickel helfen zudem.

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Falls ein operativer Eingriff notwendig wäre, findet dieser minimalinvasiv mittels einer Bauchspiegelung statt. Dies wäre der Fall, falls sich ein Douglas-Abszess gebildet hat. Dieser wird punktiert und entleert. Die Durchgängigkeit des Eileiters wird wieder hergestellt und Verklebungen werden gelöst. Wird die Erkrankung frühzeitig erkannt, wird keine Notwendigkeit für einen operativen Eingriff bei einer Adnexitis notwendig sein.

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Wie lange empfiehlt sich eine Bettruhe bei einer Adnexitis?

Wird die Eierstockentzündung frühzeitig erkrankt ist nicht zwingend eine Bettruhe notwendig. Ein paar Tage sich auszuruhen, um auch kühlende Wickel mit einzubinden, ist aufgrund möglicher Fieberschübe sinnvoll. Bei rund 80 Prozent der Fälle einer Adnexitis wird das Antibiotika über 20 Tage eingenommen. Falls es zu einer chronischen Eierstockentzündung kommt, dann kann eine Behandlung Monate bis Jahre dauern.

Kann eine Entzündung an den Eierstöcken selbst heilen?

Es ist dringend zu empfehlen, bei dem Verdacht einer Eileiterentzündung einen Arzt aufzusuchen. Eine Antibiotika-Behandlung ist in der Regel notwendig.

Fazit: Bei einem Verdachtsfall einer Eileiterentzündung oder einer Eierstockentzündung sollte unverzüglich der Gynäkologe verständigt werden. Damit es zu keiner chronischen Erkrankung kommt, wird in der Regel Antibiotika eingesetzt. Nach der Einnahmezeit ist in der Regel das Adnexitis auskuriert. Eine Kontrolluntersuchung ist empfehlenswert.